Gleitringdichtung

Gleitringdichtungen (GLRD) dienen in einer Pumpe dazu, die rotierende Welle gegenüber der Pumpkammer abzudichten. Ein Gleitringpaar besteht im Wesentlichen aus einem Gleitring, einem Gegenring und einer Feder. Der Gleitring befindet sich am rotierenden Teil, der Gegenring am statischen. Beide Teile werden durch die Feder zusammengedrückt und laufen gegeneinander. Zwischen Gleitring und Gegenring befindet sich ein feiner Film aus dem jeweiligen Medium, um die Bewegung beider Teile gegeneinander zu ermöglichen. Würde dieser Gleitfilm zwischen Gleitring und Gegenring fehlen, würde die Gleitringdichtung trockenlaufen und könnte dadurch Schaden nehmen. Standardmäßig werden häufig einfachwirkende GLRD verbaut, die aus einem Gleitringpaar bestehen. Für spezielle Anwendungen gibt es doppeltwirkende Gleitringdichtungen, die sich aus zwei Gleitringpaaren in Reihe zusammensetzen. Zwischen den Paaren befindet sich eine Spülkammer. Um auch auf der äußeren Seite die Ausbildung eines Gleitfilms sicherzustellen, ist diese Spülkammer mit einem Spül- oder Sperrmedium zu versorgen. Doppeltwirkende GLRD kommen bei toxischen, aggressiven oder explosiven Medien zur Anwendung, um eine direkte Leckage in die Umgebung zu verhindern. Bei hygienischen Anwendungen werden doppeltwirkende GLRD auch eingesetzt, um eine Trennung des Produktes zur Umgebung zu erzielen. Medien mit einem hohen Zuckeranteil wie Sirupe benötigen eine Dichtungsausführung, die verhindert, dass die aufeinandertreffenden Flächen von Gleitring und Gegenring bei Stillstand der Pumpe verkleben. HYGHSPIN Schraubenspindelpumpen werden für solche Anwendungen alternativ mit kostengünstigen Lippendichtringen ausgerüstet, die auch ohne Spülung trockenlaufsicher sind.

 

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