Flexible Auslegung von Schraubenspindelpumpen durch eine Vielzahl an unterschiedlichen Steigungen
Große Steigung / Kammern
Schrauben mit großer Steigung bzw. großen Kammern eignen sich besonders gut, um Medien mit großen Feststoffen wie z.B. Früchte bzw. Fruchtstücke zu fördern, ohne dass diese beschädigt werden. Durch die großen Kammern gelangt pro Umdrehung auch viel Medium durch die Pumpe, was bedeutet, dass mit großen Kammern auch ein hoher Volumenstrom erreicht werden kann. Der wesentliche Vorteil besteht in der geringen Scherung des Mediums. Durch die großen Kammern durchläuft das Medium weniger Kammern und hat eine kürzere Verweilzeit vom Eintritt bis zum Austritt der Pumpe. Es werden zudem weniger Umdrehungen benötigt, um das Medium wieder aus der Pumpe zu fördern. Nachteil: je größer die Förderschraubensteigung, um so niedriger der max. zulässige Druck, den die Pumpe aufbauen kann.
Kleine Steigung eingängige Schrauben
Besonders kleine Steigungen werden verwendet, wenn die Pumpe einen hohen Differenzdruck aufbauen soll. Durch die kleineren Kammern können Volumenstrom und Druck sehr gut und präzise eingeregelt werden. Dadurch werden Druck- und Förderschwankungen vermieden. Es sind hier immer mehrere Kammern in Reihe geschaltet. Dadurch entsteht deutlich weniger Rückströmung und der Wirkungsgrad ist höher auschlaggebend dafür ist die größere Dichtfläche zwischen Druck- und Saugseite.
Zweigängige Schrauben
Werden besonders hohe Volumenströme benötigt, stehen auch Schrauben mit 2-gängiger Steigung zur Verfügung. Hierbei sind zwei Fördergewinde ineinander verwunden. Durch die 2-gängige Steigung können diese deutlich mehr Volumen pro Umdrehung in den Kammern verdrängen als Schrauben mit einfacher Steigung. Nachteil dieser Variante ist jedoch, dass sich dieses Design nicht für die Förderung feststoffhaltiger Medien eignet. Höhere interne Rückströmung als bei großen, 1-gängigen Förderschrauben, da noch weniger Dichtfläche zwischen Druck- und Saugseite vorhanden ist.